Soll ich für einen Kostenvoranschlag was verlangen?
Soll ich meine Leistungen pauschal anbieten oder nach tatsächlichen Leistungen?
Wie hoch ist mein Regiekostensatz (Stundensatz)?
Wie bringe ich Reisekosten und Auslösen Diäten in den Preisen unter?
Wie komme ich zu meinem Geld, ohne zu viel Risiko zu nehmen?
Soll ich bei Ausschreibungen mitmachen? Mit all den für mich nachteiligen Bedingungen?
Ja, Kostenvoranschlag kostet was. Man kann ja bei Auftragserteilung einen Teil davon gutschreiben.
Pauschal oder nach tatsächlicher Leistung: beides hat plus und minus. Jedenfalls ist notwendig, die Leistungen genau zu beschreiben und abzugrenzen. Beim Pauschal will der Kunde mehr hineinreklamieren. Bei Abrechnung nach Leistung will er was rausstreichen.
Und zum Regiekostensatz … auf unserer Homepage gibt es einen Rechner. Die untenstehende Exceltabelle hilft ebenso. Ein guter Richtwert für die Untergrenze ist Brutto pro Monat * 2,1 % für den Stundensatz…
Bei den Reisekosten und Diäten ist die Empfehlung, diese immer separat anzusetzen. Ist dies nicht möglich, so lässt sich grob kalkulieren: Reisezeit mal Regiestundensatz plus Fahrzeugkosten. Zum Beispiel: Handwerker aus St. Pölten fährt nach Wien. 2 Stunden Reisezeit zu den 8 Stunden Arbeit, daher zum Regiestundensatz 25 % dazuschlagen plus 140 km * Kilometersatz.
Das Ausfallsrisiko bei Handwerk und Gewerbe ist bei größeren Aufträgen ein wesentliches Thema. Hilfen: Anzahlungen, Zahlungsplan, Teilrechnungen, Bankgarantien (insb. Für den letzten Teil), … Den Kunden vorweg überprüfen (KSV, Creditreform, Firmenbuch, HFU Liste, …)
Ausschreibungen sind ein eigenes Thema. Wir beobachten eine Spezialisierung von Unternehmen. Es gibt Kunden, die machen grundsätzlich kein Ausschreibungsgeschäft, andere machen dies umfangreich und haben daher entsprechendes Know-How aufgebaut. Und nicht jede Vertragsbedingung muss immer akzeptiert werden.